Rennvericht Enduro EM Rumänien

Rennbericht EM Rumänien Bacau

Rennbericht Enduro EM BACAU RUMÄNIEN

Schon am Dienstag ging die Reise ins 1900km entfernte Bacau, eine Stadt im nord-westen Rumäniens, los. Noch nie zuvor war ich in Rumänien, daher freute ich mich sehr auf dieses "Abenteuer". Nach 30 Stunden erreichten wir schließlich, etwas erschöpft, unser Ziel.

Leider konnten wir noch keine Sonderprüfungen anschauen, da es noch keine gab. Wir erfuhren, dass erst am Donnerstag mit dem Abstecken der Strecke begonnen wird. Wir nutzten die Zeit und ruhten uns nach der langen Anreise etwas aus!

Donnerstag Nachmittag konnten wir dann den Crosstest ablaufen. Ein Wiesentest am Hang, mit anspruchsvollen Auf- und Abfahrten und mehreren Flussdurchquerungen. Nachdem wir uns den Test 2mal angeschaut hatten, ging es auf die Teststrecke.

Am Freitag Morgen ging es zum ersten Mal auf den Endurotest in den Wald. Wir konnten uns leider nur die Hälfte des Tests anschauen, da wir zur Abnahme und Anmeldung mussten. Danach wanderten wir ein zweites Mal die 7 km/ ~500Höhenmeter des Endurotests ab. Eine lange, steile Auffahrt mit vielen Wurzeln machte mir ein wenig Sorge, der Rest war ebenfalls sehr anspruchsvoll, aber fahrbar.

Am Samstag ging es dann los. Die Etappe war ziemlich schlecht ausgeschildert, so dass wir uns oft verfuhren. Außerdem staubte es enorm. An der ersten Zeitkontrolle heimsten wir uns leider die ersten Strafminuten ein. Das zweite Stück der Etappe war schöner zu fahren. Als ich im Endurotest am langen, steilen Hang mit Wurzeln ankam, standen und lagen dort viele Fahrer und Fahrerinnen. Es war das reinste Chaos. Wir beschlossen uns gegenseitig hochzuziehen, dass es überhaupt ein Weiterfahren geben konnte. Auch in der zweiten Runde waren viele Teile der Etappe ziemlich schwierig, so dass wir auch dort aufeinander angewiesen waren. Die Renndistanz der Damen wurde daraufhin von 4 auf 3 Runden begrenzt und das Zeitstrafenlimit von 30 Minuten auf 60 Minuten erhöht. In der nächsten Runde wurde uns auch Ziehhilfe am schwierigen Hang in der Prüfung gewährleistet. Somit konnten fast alle Mädels ins Ziel fahren. Trotzdem war es ein harter Kampf!

Direkt nach dem Rennen gewitterte es sehr stark. Ich dachte der morgige Tag wird noch schwerer, doch ich wurde vom Gegenteil überzeugt. Der Boden war jetzt nicht mehr staubig, sondern griffig! Ich tat mir trotzdem schwer meinen Rhythmus zu finden und crashte in Runde 1 sehr oft. In der ersten Prüfung blieb ich in einer tiefen Matschrille stecken und kam nicht mehr weiter. Das kostete mich viel Zeit. Die anderen Runden liefen aber besser und es machte viel Spaß. Endlich konnte ich die Fahrt genießen.

Ich beendete Tag 1 auf Rang 9 und Tag 2 auf Rang 11. Ich bin froh, dass ich beide Tage heil ins Ziel gekommen bin und habe unendlich viel gelernt. Ich weiss auch, dass ich noch viel lernen kann und freue mich auf die nächsten Rennen und auf neue Herausforderungen!