WM Ernee

Rennbericht 2. WM Damen Frankreich Ernee

Am Donnerstag fuhren wir los zu meinem weitesten GP dieses Jahr, ins 900 km entfernte Ernée nach Frankreich. Es war sehr warm, als wir am späten Nachmittag ankamen. Ich wollte mir die Strecke schon einmal anschauen. Trocken und steinig war der Boden. Es waren viele sehr steile Hänge vorzufinden und sehr anspruchsvolle Sprünge. Am Freitag lief ich die gesamte Strecke noch einmal richtig ab. Nun war die Strecke an vielen Stellen sehr tief gegruppert und gewässert. Mir war klar, dass es zum morgigen Training nicht einfach wird, da sich hier viele Rillen hinein fahren werden. Nachdem wir die Anmeldung und Abnahme erledigt hatten und auch alle weiteren Vorbereitungen für den Wettkampftag erledigt hatten, fuhren wir ins Hotel und gingen schließlich schlafen.


Am Samstag ging es recht früh los zur Strecke. Nach den zwei Gruppen EMX 125 waren wir Frauen an der Reihe. Erneut hatten wir nur 15 Minuten freies Training und direkt abschließend 20 Minuten Pflichttraining. Die Strecke war unglaublich tief und versät mit tiefen Rillen. An manchen Stellen gab es nur zwei fahrbare Spuren, die teilweise durch liegende Mitstreiterinnen belegt waren. Teilweise kam es zu "Stau". Es war wirklich schwer und anstrengend dort einen Rhythmus zu finden. Mir war klar, dass ich im Pflichttraining ein paar gute Runden schaffen muss, die fehlerfrei sind. 20 Minuten sind nicht lang, vor allem dann, wenn man versuchen muss eine Runde ohne viel Stau zu schaffen. Ich setzte nach einer langsamen Runde in 3 schnelle Runden ein. Runde 1 lief ganz gut mit ein paar kleine  Fehlern, Runde zwei lief sehr gut und Runde 3 war ebenfalls gut. Ich fuhr in die Pit Lane um mich zu vergewissern, was ich für einen Platz hatte. Zu der Zeit stand ich auf Platz 22 und war damit in der Qualifikation. Letzlich beendete ich das Zeittraining auf Platz 25, was für mich ein wirklich sehr gutes Ergebnis war.


Nach einer längeren Pause ging es dann in Lauf 1. Die Strecke war immer noch mit tiefen Rillen übersäht, die nun getrocknet waren. Ein gefährlicher Boden, der keine Fehler zulässt. Mein Start war ganz gut, jedoch gab es in einer Kurve Stau, da ein paar Fahrer gestürzt waren.  Beim Ausweichen blieb ich im tiefen Matsch stecken. Bis ich mich herausgekämpft hatte, verlor ich einige Plätze. Den Rest des Rennens fuhr ich mich immer weiter nach vorne und beendete das Rennen auf Platz 32.


Am Sonntag waren wir die ersten Starter. Wir hatten, wie zuvor in Italien, 3 Einführungsrunden und direkt danach folgte der Start in Wertungslauf 2. Mein Start war diesmal leider sehr schlecht. Ich kam einfach nicht so gut aus dem Gatter heraus. Das Rennen fuhr ich dann recht einsam auf Platz 34 zu Ende. Ich konnte diesmal zwar gute Spuren finden und ein paar mehr Sprünge springen, jedoch kam ich nicht mehr an die vor mir platzierten Gegnerinnen heran.


Für mich war es ein ereignisreiches Wochenende. Ich war nicht ganz zufrieden mit meiner Leistung. Allerdings hatte ich auch echt keine sehr gute Vorbereitung, da wir zuhause einen schweren Trauerfall hatten und das Training daher für 3 Wochen nur halbherzig stattfand. Teilweise war ich aber sehr zufrieden mit meinem Fahren. Vor allem auf mein Zeittraining bin ich stolz! Ich werde jetzt weiter an mir arbeiten und trainieren. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Lauf.

Eure Vanni