EM/DM

ENDURO EM/DM BURG

Rennbericht Enduro EM/DM in Burg

Am Mittwoch ging die Reise los nach Burg, bei Magdeburg. Donnerstag und Freitag hieß es dann fleißig Prüfungen laufen. Es waren insgesamt 3 Prüfungen, die in jeder Runde gefahren werden mussten. Die Runde war ungefähr 2 Stunden lang und nach Reglement hatten wir 3 Stück zu fahren. Die erste Prüfung war sehr sandig, die zweite war eine Enduro Prüfung im Wald und extrem lang, die dritte war zur einen Hälfte Acker und zur anderen Hälfte in einer Sandgrube. Die Prüfungen haben mir beim Ablaufen ganz gut gefallen. Es sollte mein aller erstes Europameisterschafts Rennen werden und gleichzeitig bin ich wieder in der Deutschen Meisterschaft gestartet. Die Veranstaltung unterlag den Vorschriften der FIM und auch die DM wurde nach Eurpoameisterschafts-Reglement durchgezogen.

Ich war total nervös vor dem Start. Es waren wirklich viele Mädels da, aus den verschiedensten Ländern. Wir starteten also in den ersten Renntag bei Sonnenschein und warmen Temperaturen. Nach einer Fahrer-Begrüßung in der Stadt Burg ging es direkt in Prüfung 1, nach einer Etappe durch den Wald mit vielen liegenden Baumstämmen in Prüfung 2 und nach vielen Matschlöchern und tiefen Wasserlöcher ging es in Prüfung 3, die nicht mehr so weit vom Fahrerlager entfernt war. Dort hatten wir nach jeder Runde 10 Minuten Zeit zum Schrauben, Moped richten, Trinken und Essen. Die Etappenzeiten waren enorm eng und man musste wirklich sehr schnell auf der Etappe fahren, um die Zeiten zu schaffen. Meine erste Runde lief von den Prüfungszeiten aus sehr sehr gut! Leider begann dann der Regen. Es regnete über Stunden, und nicht gerade wenig. Die fiesen Baumstämme waren jetzt noch viel fieser und es wurde zu meiner größten Herausforderung diese ohne Sturz zu überqueren. Auch das Wasserloch wurde immer heftiger. Ich schaffte es einfach nicht mehr meine Etappenzeiten in Runde 2 zu halten und sammelte leider Strafminuten. Man konnte sich wirklich keinen "Umfaller" erlauben, da man dadurch schon zu langsam war. Aus der Damen Klasse hatten ALLE Strafminuten bekommen. Dadurch, dass ich die Zeiten nicht mehr einhalten konnte, fuhr ich durch jede Prüfung und jede ZK einfach durch. Damit blieb mir als einzige Pause die 10min Pause im Fahrerlager. Es war soooo anstrengend und zu allem Überfluss ließ mich mein Motorrad in Runde 3, kurz vor der letzten Prüfung des Tages, im Stich. Durch den tiefen Schlamm blockierte mein Hinterrad und drehte sich überhaupt nicht mehr. Ich musste also auch noch schrauben um überhaupt fertig fahren zu können. Ich verlor viel Zeit und obwohl ich alle Prüfungen gefahren bin kam ich an diesem Tag nicht in Wertung, da meine Zeit überschritten war. Total geknickt kam ich ins Fahrerlager. Mein Team KTM STURM ZSCHOPAU half mir mein Bike wieder ready für den zweiten Tag zu machen.

Die Jury beschloss uns Damen am Sonntag nur noch 2 Runden fahren zu lassen. Das gab mir neue Motivation. Vom Vortag tat mir wirklich alles weh! Meine Prüfungen liefen diesmal wieder ganz gut. Trotzdem crashte ich auf den Etappen an zwei Baumstämmen und bekam erneut 3Minuten Strafe. Dadurch rutschte ich in der Damen DM Klasse auf Rang 2 und in der EM auf Platz 10. Dafür, dass es meine erste EM war und eines meiner härtesten Rennen bisher war, kann ich mein Ergebnis akzeptieren.

Es gehört eben alles dazu! Schnelle Prüfungszeiten, schnell und sicher Etappe fahren und letzten Endes auch schrauben zu können, wenn man mitten im Wald ganz alleine steht. Es war eine tolle, lehrreiche und wirklich super anspruchsvolle Veranstaltung!