Enduro EM Schweden/ Skövde

Enduro EM Skövde

Rennbericht Enduro Europameisterschaft Schweden/Skövde

Nach 6 Wochen Motorrad Pause, durch einer Fraktur am Daumen, wurde es für mich wieder ernst. Das dritte Rennen der Enduro Europameisterschaft stand an.

Am Sonntag ging die Reise los ins 1300km entfernte Skövde in Schweden. Wir fuhren bis nach Rostock und von dort aus zunächst mit der Fähre über 6 Stunden nach Trelleborg. In Schweden hatten wir dann ebenfalls nochmal 5 Autostunden bis nach Skövde.

Die nächsten Tage verbrachten wir mit Frühsport, Prüfungen ablaufen und natürlich damit die schwedische Landschaft zu genießen.

Es gab 3 Prüfungen. Ein Crosstest am Skihang und zwei Endurotests im Wald mit Steinen, Wurzeln und Wiesenstücke. Ebenfalls gab es einen Prolog, mit künstlichen Hindernissen, der am Freitag Abend ausgetragen wurde. Dieser wird zwar auf Zeit gefahren, aber im Gegensatz zu den anderen Prüfungen, wird der Prolog im Zweikampf ausgetragen.

Meinen Prolog durfte ich gegen eine schwedische Fahrerin fahren. Wir fuhren ein sehr enges Rennen, bei dem ich unseren Zweikampf mit knapp 100stel verlor. Schade, aber im Championat der Frauen konnte ich einen sehr guten 4ten Platz herausfahren.

Für die Wertungstage Samstag und Sonntag galt es, 3 Runden a 3 Prüfungen, zu bestreiten. Ich steckte mir das Ziel in die Top 10 zu fahren. Samstag konnte ich die ersten 2 Runden gute Zeiten fahren und lag auf Platz 8. In Runde 3 fing es leider heftig zu regnen an. Die Prüfungen wurden immer rutschiger, tiefer ausgefahrener und demnach schwerer zu fahren. Nach einem Sturz in der Prüfung verlor ich wertvolle Zeit und fiel auf Platz 11 zurück. Mir wurde gesagt, dass mir nur 3 Sekunden fehlen, um auf Platz 10 zu kommen. Ich gab alles und holte 2.7 Sekunden auf. Leider 300stel zu wenig und musste mich mit dem 11. Platz zufrieden geben. Es regnete weiterhin die ganze Nacht.

Am Sonntag wollte ich aber unbedingt die top 10 erreichen. Runde 1 war noch ziemlich rutschig, aber danach waren die Prüfungen sogar noch besser zu fahren, als am Samstag. In Prüfung 1 verlor ich durch einen weiteren Sturz wieder wertvolle Zeit. Die Prüfungen danach liefen wieder besser. Ich konnte mein Ziel erreichen und meinen 10. Platz halten.

In der Europameisterschaft liege ich jetzt, mit 2 fehlenden Wertungsläufen, auf Platz 13. Im September steht das letzte Rennen in Polen, mit 3 Wertungstagen, an. Ich werde alles geben, näher an die Top 10 zu kommen.

Alles in allem bin ich mit meinem Wochenende zufrieden. Ich wusste nicht, ob ich mit meiner Verletzung überhaupt fahren konnte und demnach war ich positiv überrascht, wie gut es funktionierte. Mein Ergebnis am Freitag im Prolog war mein Highlight des Wochenendes. Die Top 10 konnte ich am Sonnrag auch erreichen. Ich bin zufrieden und weiss trotzdem, was ich noch trainieren muss, um schneller zu werden.

Ich möchte mich an dieser Stelle noch am KTM GST BERLIN TEAM bedanken, die alle deutschen Fahrer bei der EM betreuten.